Hoch hinaus für unverseuchte Luft
Karlsruhe, 07.05.2026, 8 Uhr – Am frühen Donnerstag morgen erklimmen Engagierte des Widerstands-Kollektivs die Säulen vor der EnBW-Zentrale in Karlsruhe. Neben den Kletternden hängt ein großes Banner: „Menschenrechte nicht nur auf dem Papier!“. Pünktlich zur Aktionärs-Versammlung der EnBW startet das Widerstands-Kollektiv damit eine neue Kampagne.
„Während die EnBW hier sehr auf ihren sozialen grünen Anstrich bedacht ist, tritt sie anderswo Menschenrechte mit Füßen“, erklärt Moritz Brandt, selber an der Aktion beteiligt. Tatsächlich importiert die EnBW umweltschädliches Erdgas aus Louisiana (USA). Dort verschmutzt der Abbau das Trinkwasser und schadet der Gesundheit der Bevölkerung durch die Freisetzung von Giftstoffen. [1,2] Moritz Brandt weiter: „Was wir am Turmberg in Durlach niemals akzeptieren würden, ist für die Menschen in Louisiana längst Realität.“ Deshalb fordert das Widerstands-Kollektiv einen unabhängigen Menschenrechtsbericht mit Einbeziehung der Lieferkette über die Geschäftsfelder der EnBW. „Auf frische Luft und sauberes Trinkwasser kann niemand verzichten, deswegen brauchen die Menschen in Louisiana unsere Hilfe“, fordert Julius Hamich, Sprecher des Widerstands-Kollektivs Karlsruhe.